Der Buchsbaum gehört zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Umso größer ist der Schreck, wenn er sich innerhalb kurzer Zeit braun verfärbt und scheinbar vertrocknet. Häufig steckt der Buchsbaumzünsler dahinter, ein Schädling, der sich in den letzten Jahren rasant ausgebreitet hat. In diesem Beitrag erfährst du, wie du einen Befall frühzeitig erkennst und wie du den Buchsbaumzünsler mit Urgesteinsmehl auf natürliche Weise bekämpfen und ihm vorbeugen kannst.
Was ist der Buchsbaumzünsler?
Der Buchsbaumzünsler ist ein Schmetterling, dessen Raupen sich fast ausschließlich von Buchsbaum (Buxus) ernähren. Ursprünglich stammt er aus Ostasien und wurde vermutlich über den internationalen Pflanzenhandel nach Europa eingeschleppt. Problematisch ist dabei nicht der unscheinbare Falter, sondern seine gefräßigen Raupen.
Diese sind grün-schwarz gestreift und gut getarnt. Oft bleiben sie lange unentdeckt, da sie sich bevorzugt im Inneren des Buchsbaums aufhalten.
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Typische Anzeichen für einen Befall
Ein Befall zeigt sich meist sehr schnell und deutlich. Die Raupen fressen zunächst die Blätter, später auch die grüne Rinde der Triebe. Zurück bleibt ein Bild des Schreckens:
- Der Buchsbaum wird braun und wirkt vertrocknet
- Es kommt zu starkem Kahlfraß
- Im Inneren des Strauchs finden sich Gespinste und kleine Kotkrümel
Bei starkem oder wiederholtem Befall können ganze Pflanzen absterben. Besonders tückisch ist, dass der Buchsbaumzünsler zwei bis drei Generationen pro Jahr bildet. Wird er nicht frühzeitig bekämpft, kann ein zuvor gesunder Buchs innerhalb weniger Wochen vollständig zerstört werden.
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Buchsbaumzünsler bekämpfen und vorbeugen
Ist ein Befall festgestellt, solltest du möglichst schnell handeln. Eine rein mechanische und natürliche Methode hat sich dabei besonders bewährt.
Zunächst sammelst du, soweit möglich, die Raupen per Hand ab. Stark befallene Triebe solltest du großzügig entfernen und entsorgen. Anschließend kommt Diabas Urgesteinsmehl zum Einsatz.
Pudere den gesamten Buchsbaum gründlich mit dem Urgesteinsmehl ein – nicht nur von außen, sondern vor allem auch im Inneren des Strauchs. Danach rüttelst und schüttelst du den Buchs kräftig, damit sich der feine Staub überall verteilt. Diese Behandlung wiederholst du alle zwei Tage, bis keine Raupen mehr zu finden sind.
Da es sich um eine rein natürliche Methode ohne Chemie handelt, braucht die Bekämpfung etwas Geduld und mehrere Wiederholungen. Dafür schädigst du weder dich selbst noch den Boden, andere Insekten oder die Pflanze.
Wie wirkt Urgesteinsmehl gegen den Buchsbaumzünsler?
Die Wirkung von Urgesteinsmehl beruht auf einem physikalischen Prinzip. Raupen atmen über ein sogenanntes Tracheen-System. Damit das Urgesteinsmehl wirken kann, muss der feine Puder möglichst die gesamte Raupe bedecken. Ein bloßes Anstäuben von oben reicht daher nicht aus – die gleichmäßige Verteilung im ganzen Strauch ist entscheidend. Ist die Raupe bestäubt, blockiert das Urgesteinsmehl ihre Atmung.
Besonders wichtig ist es, auch auf Kokons zu achten. Diese solltest du entweder ebenfalls bepudern, absammeln oder abwarten, bis die Raupen schlüpfen, und die Behandlung dann erneut durchführen.
Urgesteinsmehl als vorbeugende Maßnahme
Urgesteinsmehl eignet sich nicht nur zur Bekämpfung, sondern auch hervorragend zur Vorbeugung. Wenn du dir nicht sicher bist, ob sich bereits Raupen im Buchsbaum befinden, kannst du die Pflanze vorsorglich wie beschrieben einpudern. Auch ohne akuten Befall schadet das nicht.
Im Gegenteil: Urgesteinsmehl versorgt den Buchsbaum mit wertvollen Mineralien, Nährstoffen und Spurenelementen. Dadurch wird die Pflanze gestärkt, gesünder und widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen und Stressfaktoren.
Fazit
Der Buchsbaumzünsler ist ein ernstzunehmender Schädling, der ganze Pflanzenbestände zerstören kann, wenn er unentdeckt bleibt. Mit regelmäßigem Kontrollieren, frühem Eingreifen und dem Einsatz von Urgesteinsmehl hast du jedoch eine wirksame, natürliche und umweltfreundliche Möglichkeit, deinen Buchsbaum zu schützen. Geduld zahlt sich aus – und dein Garten bleibt frei von Chemie und trotzdem gesund.