Nach der Gemüseernte bleiben viele Beete bis zum Frühjahr ungenutzt. Für den Boden ist diese Zeit jedoch alles andere als eine Pause. Ohne schützenden Pflanzenbewuchs ist er Wind, Regen und Frost ausgesetzt, trocknet schneller aus und verliert nach und nach an Struktur. Genau hier setzt die Gründüngung an. Sie nutzt die freie Zeit zwischen zwei Kulturen, um den Boden zu verbessern und optimal auf die nächste Gartensaison vorzubereiten.
Besonders wirkungsvoll wird diese Maßnahme in Kombination mit Urgesteinsmehl. Während die Gründüngung den Boden durchwurzelt und organische Masse liefert, versorgt Urgesteinsmehl Boden und Pflanzen mit wertvollen Mineralstoffen und unterstützt die natürlichen Prozesse im Boden. Gemeinsam schaffen beide Maßnahmen gute Voraussetzungen für gesundes Pflanzenwachstum.
Das Wichtigste in Kürze
- Gründüngung mit Urgesteinsmehl verbindet organische Pflanzenmasse mit Mineralstoffen und unterstützt Bodenstruktur, Bodenleben, Humusaufbau und Nährstoffverfügbarkeit.
- Der ideale Zeitraum für die Aussaat der Gründüngung liegt nach der Ernte zwischen August und Oktober.
- Diabas Urgesteinsmehl wird vor der Aussaat mit etwa 200 Gramm pro Quadratmeter ausgebracht und leicht in die obere Bodenschicht eingeharkt.
- Urgesteinsmehl fördert das Bodenleben, beschleunigt die Rotte der untergearbeiteten Pflanzen und macht Nährstoffe so schneller verfügbar
- Nicht winterharte Arten wie Senf und Phacelia frieren bei stärkeren Minusgraden ab. Winterroggen wächst im Frühjahr weiter. Hülsenfrüchte binden Stickstoff und Phacelia vermeidet typische Fruchtfolgekonflikte.
Was ist Gründüngung?
Bei der Gründüngung werden spezielle Pflanzen ausgesät, die nicht geerntet, sondern später wieder in den Boden eingearbeitet werden. Geeignet sind vor allem die Zeit nach der Ernte im Spätsommer oder Herbst sowie Flächen, die vorübergehend nicht genutzt werden.
Die Gründüngung erfüllt dabei mehrere Aufgaben gleichzeitig. Ihre Wurzeln lockern den Boden auf und verbessern seine Struktur. Dadurch kann Regenwasser besser versickern und die Wurzeln der nachfolgenden Kulturen finden leichter ihren Weg in tiefere Bodenschichten. Gleichzeitig schützen die Pflanzen den Boden vor Erosion und verhindern, dass Regen wertvolle Nährstoffe auswäscht.
Während ihres Wachstums bilden die Gründüngungspflanzen große Mengen an Blatt- und Wurzelmasse. Werden sie später in den Boden eingearbeitet, entstehen daraus Humus und organische Substanz. Das fördert das Bodenleben und verbessert langfristig die Fruchtbarkeit des Bodens. Einige Pflanzenarten besitzen zusätzlich die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden oder Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten an die Oberfläche zu holen. Dadurch stehen diese der Folgekultur wieder zur Verfügung.
Gründüngung ist deshalb weit mehr als eine einfache Zwischenbegrünung. Sie trägt aktiv dazu bei, den Boden gesund und leistungsfähig zu erhalten.
Welche Pflanzen eignen sich für die Gründüngung?
Für die Gründüngung kommen verschiedene Pflanzenarten infrage. Welche am besten geeignet ist, hängt unter anderem von der Fruchtfolge und dem gewünschten Effekt ab.
Hülsenfrüchte wie Klee, Lupine, Wicke oder Luzerne zählen zu den beliebtesten Gründüngungspflanzen. Sie gehen eine Symbiose mit Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln ein und können dadurch Stickstoff aus der Luft binden. Nach dem Einarbeiten steht dieser den nachfolgenden Pflanzen zur Verfügung. Allerdings sollten sie nicht direkt nach anderen Hülsenfrüchten angebaut werden, da dies das Risiko für Krankheiten erhöhen kann.
Senf wächst besonders schnell und eignet sich hervorragend, um den Boden innerhalb kurzer Zeit zu begrünen. Seine tief reichenden Wurzeln holen Nährstoffe aus unteren Bodenschichten nach oben und verhindern, dass diese ausgewaschen werden. Darüber hinaus enthalten Senfpflanzen natürliche Senföle, die bei einem Befall mit bestimmten Nematoden hilfreich sein können.
Phacelia, auch als Bienenfreund bekannt, nimmt unter den Gründüngungspflanzen eine besondere Stellung ein. Sie ist mit keiner der üblichen Gemüsearten verwandt und verursacht deshalb keine Probleme innerhalb der Fruchtfolge. Gleichzeitig entwickelt sie eine üppige Blüte und stellt eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber dar.
Winterroggen eignet sich besonders für Flächen, die den Winter über begrünt bleiben sollen. Er bildet ein dichtes Wurzelwerk und verbessert dadurch die Krümelstruktur des Bodens. Da Winterroggen außer mit Zuckermais mit keiner der üblichen Gemüsearten verwandt ist, entstehen auch hier kaum Fruchtfolgekonflikte.

Phacelia (Bienenfreund) - Foto von jhenning / pixabay.com
Wann wird Gründüngung ausgesät?
Der ideale Zeitpunkt für die Aussaat liegt nach der Ernte der Hauptkultur, meist zwischen August und Oktober. So können die Pflanzen vor dem Winter noch ausreichend wachsen und ihre Wirkung entfalten.
Nicht winterharte Arten wie Phacelia oder Senf frieren bei stärkeren Minusgraden ab und bleiben als schützende Pflanzendecke auf dem Beet liegen. Winterharte Arten wie Winterroggen wachsen dagegen im Frühjahr weiter und werden erst kurz vor der nächsten Kultur gemäht oder in den Boden eingearbeitet.
Der richtige Zeitpunkt für das Einarbeiten richtet sich nach der jeweiligen Pflanzenart. Entscheidend ist, dass genügend Zeit für die Rotte bleibt, bevor die nächste Kultur ausgesät oder gepflanzt wird. So können die organischen Pflanzenreste vollständig umgesetzt werden und ihre Nährstoffe dem Boden wieder zur Verfügung stellen.
Warum Gründüngung und Urgesteinsmehl gut zusammenpassen
Gründüngung verbessert den Boden vor allem durch ihre Wurzeln und die organische Masse, die nach dem Einarbeiten zu Humus umgesetzt wird. Damit dieser natürliche Prozess möglichst effizient abläuft, spielt das Bodenleben eine entscheidende Rolle. Mikroorganismen zersetzen die Pflanzenreste und setzen dabei die enthaltenen Nährstoffe wieder frei. Genau hier ergänzt Diabas Urgesteinsmehl die Gründüngung sinnvoll.
Als Bodenhilfsstoff liefert Diabas Urgesteinsmehl wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und pflanzenverfügbare Kieselsäure. Diese stehen nicht nur den späteren Kulturpflanzen zur Verfügung, sondern unterstützen auch die Mikroorganismen im Boden. Dadurch wird die Rotte der eingearbeiteten Gründüngung gefördert und die enthaltenen Nährstoffe werden schneller freigesetzt. Gleichzeitig verbessert sich ihre Verfügbarkeit für die nachfolgende Kultur.
Langfristig profitieren davon sowohl der Boden als auch die Pflanzen. Die Kombination aus organischer Masse und mineralischen Bestandteilen fördert eine aktive Bodenbiologie und schafft günstige Voraussetzungen für den Humusaufbau. So entsteht ein fruchtbarer Boden, der Wasser und Nährstoffe besser speichern kann und kräftige, widerstandsfähige Pflanzen unterstützt.
So wendest du Gründüngung und Urgesteinsmehl richtig an
Die Anwendung ist unkompliziert und lässt sich gut in die herbstliche Beetpflege integrieren. Nachdem das Beet von den abgeernteten Pflanzen befreit wurde, wird zunächst Diabas Urgesteinsmehl gleichmäßig auf der Fläche verteilt. Als Richtwert gelten etwa 200 Gramm pro Quadratmeter. Anschließend wird das Urgesteinsmehl leicht in die obere Bodenschicht eingeharkt.
Erst danach erfolgt die Aussaat der gewünschten Gründüngungspflanzen. Während der folgenden Wochen entwickeln sie ihre Wurzeln, bedecken den Boden und bereiten ihn auf natürliche Weise auf die nächste Gartensaison vor.
Im Frühjahr werden die Pflanzen – je nach Art – gemäht oder nach dem Abfrieren in den Boden eingearbeitet. Dort beginnt die Rotte, bei der die organische Masse zersetzt und in wertvollen Humus umgewandelt wird. Das zuvor ausgebrachte Urgesteinsmehl unterstützt diesen Prozess und trägt dazu bei, dass die freigesetzten Nährstoffe den Folgekulturen möglichst schnell zur Verfügung stehen.
Bist du schon zu spät dran für Gründüngung oder hast kein passendes Saatgut zur Hand, kannst du den Boden über den Winter auch mit einer Lage Mulch schützen.

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Fazit
Gründüngung gehört zu den einfachsten und gleichzeitig wirkungsvollsten Maßnahmen, um die Bodenfruchtbarkeit dauerhaft zu erhalten. Statt das Beet nach der Ernte brachliegen zu lassen, wird der Boden aktiv gepflegt und mit neuer organischer Substanz versorgt. Die Wurzeln lockern den Boden, schützen ihn vor Erosion und fördern den Humusaufbau.
Mit Diabas Urgesteinsmehl lässt sich dieser natürliche Prozess sinnvoll ergänzen. Die enthaltenen Mineralstoffe unterstützen das Bodenleben, fördern die Rotte der Gründüngung und verbessern die Nährstoffverfügbarkeit. So entsteht ein gesunder, lebendiger Boden, der die Grundlage für kräftige Pflanzen und eine erfolgreiche Gartensaison bildet.






















