Gesteinsportrait: Muschelkalk, das marine Sedimentgestein

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Hier ist der Name Programm: Denn Muschelkalk dürfte den meisten wegen seines hohen Anteils an fossilen Muscheln bekannt sein. Wie Muschelkalk entstanden ist, wie er heute verwendet wird und welche Besonderheiten das Gestein aufweist, liest du in diesem Gesteinsportrait.

Entstehung von Muschelkalk

Muschelkalk ist die mittlere der drei lithostratigraphischen Gruppen des Germanischen Trias, als auch eine Gesteinsart, die in eben dieser Zeit entstand. Der Muschelkalk nahm seinen Anfang in Meeresbecken, aber auch in Süßwasserbereichen, vor ca. 243 bis 235 Millionen Jahren. Aus kalkigen Ablagerungen wie Muschelschalen, Skeletten oder kalkhaltigen Ausscheidungen von Lebewesen, entstand über Jahrmillionen durch den Druck immer neuer Ablagerungen das Gestein Muschelkalk. Seinen Namen erhielt es 1761 von dem deutschen Geologen Georg Christian Füchsel, aufgrund seines beachtlichen Gehalts an fossilen Muscheln.

Denn bei der Entstehung des marinen Sedimentgesteins wurden viele Muscheln, aber auch andere Tiere, wie Armfüßer oder Stachelhäuter, in den Sedimentschichten eingeschlossen und sind heute an den Bruchstellen des Gesteins als schöne Versteinerungen zu finden.

Mineralogisch betrachtet besteht Muschelkalk vor allem aus Calcit, kann aber auch andere Minerale wie Quarz, Pyrit, Aragonit, Tonminerale und andere enthalten.

Verbreitung

Muschelkalk ist weltweit zu finden, insbesondere im Bereich des nördlichen und südlichen Wendekreises. In Deutschland gibt es bedeutende Vorkommen z.B. bei Berlin, Grafenwöhr, Würzburg, Crailsheim, Mühlhausen oder Jena. Auch in Polen, u.a. in Oberschlesien gibt es große Vorkommen.

Vor allem im fränkischen Maindreieck prägt Muschelkalk als vorherrschende Gesteinsart nicht nur als Baumaterial historischer Gebäude das Orts- und Landschaftsbild, sondern bietet auch als mineralischer Untergrund Weinreben beste Bedingungen.

Eigenschaften und Verwendung

Muschelkalk ist ein Naturstein in grau-brauner Farbgebung. Wegen seiner Festigkeit und Verwitterungsstabilität wird er gerne als Baumaterial genutzt. So findet man ihn als Bodenfliesen, Terrassenplatten, Treppenstufen, Mauersteine, Zierkies, Arbeitsplatten, Grabsteine, Gleisschotter oder auch als Zuschlagstoff in Putz.

Muschelkalk Zierkies

Foto von rkit / pixabay.com

In der Gartengestaltung spielt Muschelkalk seine besondere Stärke aus: Über die Jahre setzt er eine wunderschöne Patina an. Er wird also mit dem Alter immer schöner und bekommt einen antiken Look. Muschelkalk eignet sich daher besonders gut zur Gestaltung der Umgebung von Altbauten, da er sich an den historischen Look angleicht. Aber auch zur Gartengestaltung von modernen Wohnhäusern ist er sehr beliebt, da er bewusst einen Kontrast zwischen modernem Minimalismus und natürlichem Gestein setzt.

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