Kahmhaut: Öliger Film im Aquarium

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Inhaltsverzeichnis:

Ist das Ökosystem im Aquarium nicht im Gleichgewicht, kann es zur Bildung eines Biofilms an der Wasseroberfläche kommen, der sogenannten Kahmhaut. Welche Ursachen für die Bildung der Kahmhaut verantwortlich sind, wie man dem Problem begegnen kann und ob die Kahmhaut vielleicht sogar Gefahrenpotential für das Aquarium darstellt, erfährst du in diesem Beitrag.

Was ist eine Kahmhaut?

Besonders in neuen Aquarien, die noch nicht eingefahren sind, kann ein sichtbarer Film auf der Oberfläche des Aquariumwassers auftauchen. Viele Aquarianer fürchten dann, dass mit dem Bodengrund, der Deko oder den Pflanzen Öl ins Wasser gelangt ist. Doch die Ursache ist biologischer Natur – eine sogenannte Kahmhaut hat sich gebildet.

Bei der Kahmhaut handelt es sich um einen Biofilm aus Mikroorganismen, der schmierig, schleimig bis ölig aussehen kann. Sie bildet sich im Übergang von Wasser zu Luft, einen kritischen Bereich, der vor allem für Kleinstlebewesen wie Bakterien, Pilze und Algen beste Bedingungen schafft. Denn an der Wasserobfläche können diese Kleinstlebewesen gleichzeitig auf die Nährstoffe aus dem Wasser als auch auf ein reichhaltiges Angebot an Sauerstoff zurückgreifen. Da der Biofilm auch durch Pilze wie Hefen entstehen kann, spricht man manchmal auch vom Kahmpilz.

Es gibt verschiedenen Arten von Kahmhaut, je nachdem, aus welchen Mikroorganismen der Biofilm besteht.

Kahmhaut durch Algen

Ist der Biofilm deutlich grünlich gefärbt, sind aller Wahrscheinlichkeit nach Algen für die Kahmhaut verantwortlich. Grünalgen schweben frei im Wasser und sammeln sich gelegentlich an der Wasseroberfläche an, wo sie einen regelrechten dünnen Algenteppich ausbilden. Von den Pflanzen bei der Photosynthese gebildeter Sauerstoff kann den Film nicht durchdringen und bleibt in Form von kleinen Bläschen unter der Oberfläche hängen, bis hin zur Bildung ganzer Schaumkissen, vor allem in den Ecken des Aquariums.

Grünalgen im Aquarium

© staras / shutterstock.com

Kahmhaut durch Bakterien oder Pilze

Im Falle von Bakterien oder Pilzen ist die Kahmhaut eher weiß bis silbrig. Die schuldigen Bakterien (z.B. Eisenbakterien, die im Wasser gelöstes Eisen oxidieren) oder Hefepilze bilden einen Biofilm an der Wasseroberfläche, binden darin Staubpartikel aus der Umgebung und lagen sich sowohl an den Nährstoffen aus dem Wasser, als auch an dem Sauerstoff aus der Umgebungsluft. Stupst man den Biofilm mit dem Finger an, zerfällt er in einzelne Bruchstücke.

Kahmhaut durch Proteine und Fette

Es können aber auch Bakterien involviert sein, die Proteine und Fette abbauen, die sich an der Wasseroberfläche gesammelt haben. Solche Proteine und Fette stammen meist aus dem Futter und reichern sich vor allem bei Überfütterung im Wasser an. Sie bilden einen schimmernden öligen Film. Wenn man diesen mit dem Finger berührt, schließt sich der Film sofort wieder, als wäre ein Tropfen Öl ins Wasser gelangt.

Meist handelt es sich bei der Kahmhaut um ein Zusammenspiel aus verschiedenen Nährstoffen, die sich an der Oberfläche ansammeln und dort Bakterien, Pilze oder Algen ernähren, die den Film weiter verstärken. Zunächst wird die einsetzende Kahmhaut-Bildung durch kleine Luftblasen sichtbar, die unter der Wasseroberfläche hängen, aber nicht zerplatzen. Erst dann kommt nach und nach der sichtbare Biofilm zum Vorschein.

Ist eine Kahmhaut gefährlich?

Eine Kahmhaut sieht nicht nur unschön aus, sie kann auch negative Effekte für das Aquarium und seine Bewohner haben. Normalerweise entweicht im Becken gebildetes CO2 über die Wasseroberfläche nach außen und Sauerstoff (O2) wird vom Wasser aufgenommen. Liegt die Kahmhaut als undurchdringliche Schicht dazwischen, wird dieser Gasaustausch behindert. In der Folge reichert sich zu viel CO2 im Wasser an und es kommt kein neuer Sauerstoff hinzu. Im Worst Case kommt es zu einem akuten Sauerstoffmangel, der dem Besatz schaden kann.

Bei sehr stark ausgebildeter Kahmhaut, kann sie außerdem den Lichteinfall der Aquariumbeleuchtung blockieren.

Aber keine Angst. Diese Auswirkungen treten nur bei einer stark ausgeprägten Kahmhaut auf. Ignorieren sollte man sie trotzdem nicht. Denn durch die Kahmhaut kann das schon bestehende Ungleichgewicht im Ökosystem noch verstärkt werden und gravierende Probleme wie Algen-, Bakterienblüten oder Sauerstoff hinzukommen.

Zum Glück kann man dem Problem gut entgegenwirken. Erst einmal sollte man aber der Ursache für den Biofilm auf den Grund gehen.

Was ist die Ursache für Kahmhaut?

Egal welche Mikroorganismen im konkreten Fall die Kahmhaut bilden, die Ursache ist meist eine zu große Belastung mit organischem Material. Ist zu viel davon im Aquarium, wachsen die Populationen an Mikroorganismen sprunghaft an, weil ihnen ein Überangebot an Nahrung zur Verfügung steht. In der Folge können Bakterien- oder Algenblüten auftreten, aber eben auch die Bildung einer Kahmhaut begünstigt werden.

Gründe für den zu hohen Nährstoffgehalt können vielfältig sein: minderwertiges Futter, Überfütterung, Überdüngung, gammelnde Pflanzenreste oder zu viel Besatz im Becken. All diese Ursachen sind idealer Treibstoff für die Vermehrung von Kleinstlebewesen.

Paradoxerweise können auch spezielle Wasserzusätze auf Kohlenstoffbasis zur Minderung von Algenwachstum im Umkehrschluss Eisenbakterien Auftrieb geben. Dann hat man zwar das Algenproblem gelöst, muss sich nun aber mit einer Kahmhaut herumschlagen. Vom Regen in die Traufe…

Was kann man gegen Kahmhaut tun?

Die Kahmhaut selbst ist nur ein Symptom. Dauerhaft Abhilfe schafft deshalb nur Ursachenbekämpfung. Der Biofilm entsteht, wenn das Aquarium nicht im Gleichgewicht ist. Das kann zum einen im neuen Aquarium passieren, das die Einfahrphase noch nicht abgeschlossen hat (wann die Einfahrphase abgeschlossen ist, kannst du in einem anderen Beitrag lesen), aber auch im bestehenden Aquarium kann es zur Kahmhautbildung kommen.

Ursachenforschung und -beseitigung

Wichtig ist es deshalb, die konkrete Ursache für das Überangebot an Nährstoffen auszumachen. Überprüfe die Qualität des Futters, das du einsetzt und reduziere gegebenenfalls die Futtermenge. Eventuell ist auch die Zahl deiner Tiere zu groß für dein Becken. Dann solltest du den Bestand verringern. Wenn du Dünger für deine Aquariumpflanzen im Einsatz hast, verringere die Düngemenge und/oder -intervalle. Vor allem durch die Verwendung von Eisenvolldüngern kann die Vermehrung von Eisenbakterien begünstigt werden. Reduzierst du die Düngemenge, kann das bereits die Lösung des Problems sein. Kontrolliere außerdem, ob im Aquarium irgendwo Pflanzenteile gammeln. Diese solltest du sofort entfernen.

Bildet sich im bestehenden Aquarium plötzlich eine Kahmhaut, solltest du überlegen, ob kürzlich Änderungen im Becken vorgenommen wurden. Wurde die Futtermenge in letzter Zeit erhöht oder hat, zum Beispiel während einer Urlaubsreise, jemand anders die Fütterung übernommen, der sich vielleicht nicht genau an die richtige Futtermenge gehalten hat? Hast du zusätzliche Tiere ins Aquarium aufgenommen oder regelmäßige Wasserwechsel versäumt? Hat sich irgendwo eine abgestorbene Pflanze versteckt, die nun vor sich hingammelt?

Ist die Ursache erkannt und behoben worden, kannst du einige Tricks zur Soforthilfe anwenden, um die schon bestehende Kahmhaut zu entfernen.

Akute Hilfe bei Kahmhaut

Als einfache Sofortmaßnahme gegen Kahmhaut kann man ein Blatt Küchenpapier flächig auf die Wasseroberfläche legen und es vorsichtig entnehmen, wenn es sich vollgesogen hat. Die Kahmhaut bleibt daran haften und wird mit entfernt. Bitte achte aber darauf, dass du nur Küchenpapier ohne Zusätze, also ohne Duft- oder Farbstoffe, verwendest.

Wasserstrom im Aquarium

© Joan Carles Juarez / shutterstock.com

Damit die Kahmhaut quasi zerschlagen wird und sich gar nicht erst wieder bilden kann, ist es hilfreich, die Strömung an der Wasseroberfläche zu erhöhen.

Akuthilfe leisten auch sogenannte Skimmer, mit denen man die Oberfläche absaugen kann.

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